Das
Holz-Energie-Zentrum ist ein Verbund von Betrieben im Sauerland.
Das Sauerland repräsentiert die waldreichste Region Nordrhein-Westfalens.
Rund 55% der Landesfläche oder 300.000 ha sind hier mit
Wald bestockt. Die Landeswaldinventur 1998 bescheinigte dem
Sauerland erheblich höhere Holzvorräte und Zuwächse
als man es angenommen hatte. In NRW werden derzeit 3,3 Mio.
fm genutzt, während 5,5 Mio. fm zuwachsen.
Das
Gebot der forstlichen Nachhaltigkeit kann aber nicht nur durch
zu hohe, sondern auch durch zu geringe Holznutzungen und unterlassene
Investitionen verletzt werden.
Im
Sauerland befinden sich rund 75% des Waldes im Privatbesitz.
Hiervon wird 70% der Fläche dem kleineren Privatwald
zugeordnet, vielfach mit bäuerlichen Betrieben verbunden
und in forstlichen Zusammenschlüssen organisiert. Mit
dem im Sauerland gravierenden Strukturwandel in der Landwirtschaft
gewinnt der Wald ein immer größeres Gewicht im
Portofolio seiner Eigentümer.
Es
geht darum vorhandene Holzreserven zu mobilisieren, gleichzeitig
aber die Rohstofflieferanten am Wertschöpfungsprozess
zu beteiligen.
Mit
dem forstwirtschaftlichen Potential einhergehend nimmt die
Holzindustrie in der Region einen hohen Stellenwert ein. Der
Verbrauch an Rohholz beläuft sich auf 2,6 Mio. fm. Mehr
als 35% dieser Menge fallen als Restholz mit einem Energiegehalt
von rund 180 Mio. Liter Heizöl an.
Es
wird deutlich, dass die Region ein erhebliches Rohstoffpotential
besitzt, dass von der Holzwerkstoffindustrie nicht aufgenommen
werden kann.
Entstehung
des Holz-Energie-Zentrums
Die
Idee zur gemeinschaftlichen Vermarktung der Dienstleistung „Wärme aus Holz“ war zunächst auf den
Bereich des Spaltholzes begrenzt, wurde dann aber auf den
gesamten Bereich Energie aus Holz ausgedehnt, so dass auch
weitere Holzregelbrennstoffe wie Holzpellets, Holzhackschnitzel
und Holzbriketts vermarktet werden.
Den
Beteiligten wurde deutlich, dass ein solches Projekt nicht
allein verwirklicht werden konnte, sondern nur durch engagierte
und vertrauensvolle Zusammenarbeit und intensive Netzwerkbildung
verschiedener Kräfte vor Ort.
Daraus
entwickelte sich eine intensive Kooperation zwischen dem Waldbesitz,
den Sägewerken, der Stadt Olsberg , der Industrie und
des Handwerks.
Diese
Zusammenarbeit führte im Jahr 1999 zu einem regionalen
Gemeinschaftsunternehmen zur Produktion und Vermarktung des
regenerativen Energieträgers Holz, dem Holz-Energie-Zentrum.
Es
kristallisierte sich heraus, dass ein umfassendes Konzept
und der Einstieg in die Energieholzvermarktung nicht im Kleinen
machbar war.
Sägewerksbetriebe,
die Stadt Olsberg (Kommune), ein Ofenhersteller und ein
Verein
aus 8 forstlichen Zusammenschlüssen und Einzelwaldbesitzern
mit insgesamt einer Waldfläche von 10.000 ha (Waldverwertungsgemeinschaft
Olsberg e.V.) und ein Entsorger bilden die Holz-Energie-Zentrum
Olsberg GmbH. Der Gesellschaftsvertrag wurde
im August 1999 von den Vertretern der vorstehenden Gesellschafterstämmen
unterzeichnet.
Das
Holz-Energie-Zentrum ist darauf ausgerichtet große Mengen
an qualitativ hochwertigem Heizholz und weiterer Holzregelbrennstoffe,
wie Hackschnitzel, Holzbriketts, Holzkohle und Pellets mit
exakt definierten Eigenschaften in kurzer Zeit zuverlässig
und flexibel bereitstellen zu können.
Im
Bereich der Scheitholzproduktion, sowohl
in loser Form als auch im umweltfreundlichen 12 Kg Karton,
stellt sich der Produktionsablauf folgendermaßen dar
:
Das regional eingekaufte Wald-Industrieholz (3 m / 4 m Länge)
wird über einen Querförderer, einen Vereinzelneer,
einen Sortierer dem automatischen Spalt-Sägeautomaten
zugeführt.
Die
Leistung diese Anlage ist auf einen Stamm pro Minute ausgelegt.
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