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Massive Lagerräume


Die Lagerung der Pellets erfolgt in den meisten Fällen in einem massivem Lagerraum mit Schrägen im Keller bzw. Dachboden. Die Pellets werden mittels Schnecke oder Saugsystem bedarfsgerecht entnommen.

Beim Bau des Bunkers sollte beachtet werden, dass bei Holzpellets mit einer relativ hohen Dichte von über 1,1 dm³ /kg ( 650 kg/m³) ein erhebliches Gewicht sowohl auf die Schrägen als auch auf die Wände übertragen wird. Sofern der Bunker in Holzbauweise erstellt wird sollte eine Ständerkonstruktion mit OSB oder Sperrholzplatten gewählt werden. Der Gewichtsdruck der Pellets auf die Wand entspricht ca. 1/3 des Flüssigkeitsdruckes. Als weiterer Lastfaktor kommen in seltenen Fällen kurzzeitige Druckspitzen beim Einblasen hinzu, die nicht vom Absauggebläse ausgeglichen werden können. Ein temporärer Überdruck von 0,05 bar im Lagerraum bedeutet eine Last von 5 to auf der Wand.

Beispiel zur optimalen Statik:

Bunkerhöhe

Kantholzstärke

Abstand der Kanthölzer zueinander

2,2 m

6 cm x 8 cm

50 cm

2,5 m

6 cm x 14 cm

50 cm

 

Die Kanthölzer werden üblicher Weise mit OSB-Platten beplankt.

Die Schrägen sollten für eine vollständige Entleerung in einem Winkel von mind. 40° angebracht werden. (Es empfiehlt sich die Schrägen nach jeder zweiten Befüllung abzukehren um Staubablagerungen zu entfernen, die das Nachrutschen der Pellets in die Entnahmevorrichtung erschweren.

Die halbhohe Tür im Lagerraum sollte einzeln entfernbare Bretter als Hinterbauung haben, sodass auch in gefülltem Zustand der Lagerraum geöffnet werden kann.

 

     

 

An feuchten Außenwänden sollte zum Feuchtigkeitsschutz die Lagerwand hinterlüftet sein.

Damit während des Einblasens kein Staub in die anderen Hausbereiche dringen kann, sollte das Lager abgedichtet sein. In diesem Zusammenhang ist auch auf eine ausreichende Stabilität hinzuweisen, da durch das Absauggebläse ein leichter Unterdruck im Bunker entsteht, der unzureichend befestigte Wandteile einige Millimeter nach innen verschieben kann. Ständerkonstruktionen oder Leichtbauwände sollten deshalb unbedingt sowohl am Fuß als auch an der Decke fest verbunden werden.

An der dem Einblasstutzen gegenüberliegenden Seite sollte eine Prallmatte angebracht werden, diese erfüllt die Funktion die dahinterliegende Wand zu schützen und die Einblasenergie aufzunehmen und damit einen zu hohen Abrieb der Pellets an der gegenüberliegenden Bunkerwand zu vermeiden.

Ein rechteckiger Lagerraum sollte seinen Einblasstutzen an der schmalen Seite besitzen. Wenn dies nicht möglich ist, sollte ab einer Bunkerbreite von über 5 m über 2 Einblasstutzen zur optimalen Füllung nachgedacht werden.

 

Der Einblasstutzen sollte ca. 15-20 cm unter der Decke angeordnet werden, damit während des Einblasvorgangs kein zu hoher Abrieb unter der Decke entsteht.

Der klassische Lagerraum hat seine beiden Stutzen an der schmalen Raumseite. Der Einblasstutzen ist zentral angeordnet, der Absaugstutzen sollte mind. 50 cm vom Einblasstutzen entfernt an einer Wand positioniert sein.

Bis zu 4 m kann über ein kurzes Rohr mit Kupplung geblasen werden, bei größeren Entfernungen reicht der Einblasdruck nicht aus die Pellets bis zur gegenüberliegenden Wand zu tragen.

 

 

Beim Einblasen von der breiten Seite würde bei einem Einblas- und einem Absaugstutzen der Lagerraum nicht optimal gefüllt werden, da durch den Füllkegel viel Leerraum ungenutzt ist.

In der Folge werden Varianten vorgestellt, die für eine optimale Füllung des Lagerraumes sorgen.


2 Einblasstutzen an der breiten Raumseite


abgeknickter Einfüllstutzen zur diagonalen Befüllung


Bei Bunkerlänge > 4m reicht der Einblasdruck für eine komplette Befüllung nicht aus, hier bieten sich entweder 2 Einfüllstutzen unterschiedlicher Länge an, oder ein nach unten geschlitztes Einfüllrohr an.

Variante 2 Einfüllstutzen unterschiedlicher Länge

Ein kurzer Einblasstutzen und zusätzlich eine weitere verlängerte Leitung.


Bei langen Bunkern über 4 m in Blasrichtung ist eine Möglichkeit das Rohr des Einblasstutzens 1,5 m in den Raum hineinragen zu lassen, jedoch sollte das Rohr im unteren Drittel auf ganzer Länge geöffnet werden, sodass die einzublasenden Pellets durch das unten geöffnete Rohr Führung erhalten und durch den Luftstrom bis an das Bunkerende getragen werden. Wenn der Bunker bis zum Rohrende gefüllt ist, fallen die Pellets durch die Öffnung an der Unterseite nach unten in den Bunker.

Variante geschlitztes Einfüllrohr

 

 

 


Wenn der Lagerraum komplett unter der Erde liegt, kann der Befüll und Absaugschlauch über den Lichtschacht angeschlossen werden. Voraussetzung ist ein leichter Bogen von 30° am Ende der Rohre.

Befüllung durch einen Kellerlichtschacht

 

Draufsicht eines klassischen Lagerraumes

 

 

Anordnung des Absaugstutzens


Der Absaugstutzen kann direkt unter der Decke und in den Randbereichen des Raumes angeordnet sein. Wichtig ist das der Absaugstutzen nicht in unmittelbarer Nähe des Einblasstutzens ist, so dass eingeblasene Pellets sofort wieder abgesaugt werden.

Ein Wechseln während des Einblasvorgangs zwischen Einblasstutzen und Absaugstutzen wird in der Praxis manchmal vorgenommen, jedoch ist dies problematisch, da wenn zu spät gewechselt wird und bereits innen vor dem Einblasstutzen Pellets liegen, kann die Absauganlage nicht mehr angeschlossen werden. Die Pellets würden dann abgesaugt, so dass das Absauggebläse nicht angeschlossen werden kann und es bei einem Einblasen ohne den zweiten freien Stutzen zu einem Überdruck im Bunker kommen kann, der Staub in die benachbarten Bereichen drücken und zu Schäden an Bunkerwänden führen kann.

Da die Schläuche auf den Pellet LKWs üblicherweise einen Durchmesser von 100 mm haben, sollte es an den Stutzen und dem Rohren im Lagerraum keine Verengung geben. (Kupplung DN 100 Storz A)

Jegliches Hindernis beim Einblasen erhöht den Abrieb, das heißt je weniger Kurven und Durchmesservariationen, desto geringer der Abrieb.

Das optimale Füllrohr ist mit einer Kupplung mit dem Innendurchmesser 100mm (Storz A) ausgestattet.

Die Kupplungen sind bei uns erhältlich oder werden mit der Heizanlage geliefert..

In der Nähe des Absaugstutzens sollte ein 220 V mit 16 A abgesicherte Steckdose angebracht werden.

Die Schläuche des LKWs sind relativ schwer und steif, so dass der Schlauch in größeren Radien gelegt wird, bei der Lage der Stutzen ist dies zu beachten.

Die Pellet-Lagerraumgrösse für ein einmaliges Tanken im Jahr kann auf der Seite Lagerraumgröße bzw. Verbrauch nach kwh oder Verbrauch nach m² individuell ermittelt werden.

Berechnung der Lagerraumgröße




Sicherheitsrichtlinien

•  Elektrische Leitungen und Heizungsrohre sollten im Lagerraum vermieden werden oder sollten auf jeden Fall staubdicht und ohne Flansche ausgeführt sein.

•  Verteilerdosen und Schalter müssen entfernt und die Öffnungen geschlossen werden.

•  Beleuchtungskörper sind nur Explosionsschutzausstattung im Lagerraum zulässig.

•  Decke und Wände sollten den herkömmlichen Brandschutzbestimmungen entsprechen (F90). Nach der FeuerungsVO NRW können bis zu 15 t im Kesselraum ohne Brandwand gelagert werden.

•  Die Heizanlage muss mindestens eine halbe Stunde vor der Befüllung abgestellt werden.

•  Während der Befüllung darf sich niemand im Lagerraum aufhalten.

 

Befüllung

•  Benötigte Befüllkupplung: TW 100 (Storz A)

•  Benötigte Absaugkupplung: TW 100 (Storz A)

•  Leitung mit mind. 80 mm Durchmesser, besser 100 mm

•  Einblasdruck 0,3 bis 0,8 bar

•  Die maximale vertikale Blashöhe beträgt 20 Meter.

•  Die maximale horizontale Blasentfernung beträgt 30 Meter.

 

Die individuelle Lagerkapazität können Sie mit dem Lagerrechner berechnen:

Rechner für das Lagerfassungsvermögen

 

 
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